21.12.2010

Tod

Vergänglichkeit.
Begrenzung.
Gebrochenheit.
Tod.

Dies macht das Mensch-Sein aus. Gäbe es den Tod nicht, dann wären wir wie Gott - aber keine Menschen. Das Dunkel unseres Lebens kann uns nicht genommen werden. Der Tod kann nicht weggenommen werden.

Gott führt uns zum ewigen Leben - aber durch den Tod. Er nimmt das Dunkel nicht weg - aber er selbst kommt als Licht in unsere Dunkelheit. Er überschreitet die menschlichen Grenzen. Und das ist radikale Botschaft Gottes. Die Botschaft des Weihnachtsfestes.

Weihnachten ist ein Fest der Grenzüberschreitungen. Dieser Gott kommt aus seiner Unbegrenztheit in die Begrenzungen unseres menschlichen Lebens hinein. Er wird selbst Mensch. Er zeigt sich abgrundtief solidarisch mit uns Menschen. Er kommt in unsere Kleinheit. Er wird Mensch, um uns so nahe zu sein, wie es nur ein
Mensch kann. Er, der Unerklärbare, macht sie begreifbar, damit wir das Unglaubliche erahnen können. Er nimmt den Tod auf sich, damit wir gerade in dunklen Stunden nicht allein sind. Auch er kann den Tod nicht wegnehmen - aber er nimmt den Kampf mit ihm auf und besiegt ihn. Dieser Gott ist so stark, dass er sich so klein machen kann - in einem Kind in der Krippe, im Gekreuzigten.

Die Grenzen zwischen Tod und Leben, zwischen Himmel und Erde werden offen. Weihnachten - das Fest der Grenzüberschreitung.

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T wie Tod
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